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- von Frauen für Frauen

 

 

, Majewska Izabella

Rückblick: „Mal sie, mal er“ – im Dialog der Perspektiven

Rückblick: „Mal sie, mal er“ – im Dialog der Perspektiven

Was ist Kunst eigentlich? Und wie viele Perspektiven braucht es, um sie wirklich zu erfassen?

Mit diesen Fragen im Gepäck besuchten die Futura-Frauen am 26. März das Museum für Neue Kunst und erhielten eine persönliche Führung durch Dr. Christine Litz. Ihre authentische und nahbare Vermittlung eröffnete einen Zugang zur Ausstellung, der weit über das reine Betrachten hinausging und den dialogischen Charakter der Werke erlebbar machte.

Die Ausstellung „Mal sie, mal er“ bringt zwei künstlerische Positionen zusammen, die auf den ersten Blick gegensätzlich erscheinen und doch miteinander korrespondieren. Artur Stoll arbeitet mit dichten, kraftvollen Farbschichten, während Olga Jakob den entgegengesetzten Weg geht: Sie trägt nicht auf, sondern nimmt ab, löst Farbe aus Stoffen und arbeitet mit fragilen Materialien wie Seidenpapier. Zwei Ausdrucksformen, verbunden durch ihre gemeinsame Auseinandersetzung mit Material und Farbe – und durch ihre Studienzeit in Karlsruhe.

Die Werke begegnen sich im Raum mal im direkten Gegenüber, mal in eigenständiger Präsenz – wie ein Gespräch, das unterschiedliche Stimmen zulässt und gerade daraus seine Spannung bezieht.

Besonders eindrücklich wurde dieser Dialog durch die interaktiven Elemente der Ausstellung. In einem Raum konnten Stoffe mit Handschuhen bewegt und neu arrangiert werden. Je nach Perspektive, Bewegung und Anordnung veränderte sich die Wirkung unmittelbar – Kunst wurde hier nicht nur betrachtet, sondern aktiv erfahren.

Ein weiterer Raum griff diesen Gedanken auf spielerische Weise auf: In einem Miniaturraum konnten Bilder neu platziert, gedreht oder auf den Kopf gestellt werden. Auch hier zeigte sich, wie stark sich Wahrnehmung und Bedeutung durch kleine Veränderungen verschieben.

Das Museum schafft damit bewusst Räume, in denen Kunst offen bleibt - als Prozess, als Einladung zum Mitdenken und Mitgestalten.

Beim anschließenden Austausch im Museumscafé wurde dieser Gedanke weitergetragen: unterschiedliche Eindrücke, verschiedene Sichtweisen und ein lebendiger Dialog prägten das Miteinander.

Fazit:
Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll, dass Kunst kein festes Ergebnis ist, sondern im Dialog entsteht, zwischen Materialien, Perspektiven und Betrachter*innen. Und sie erinnert daran, wie wertvoll es ist, auch im eigenen Miteinander unterschiedliche Sichtweisen zuzulassen und als Bereicherung zu verstehen.